Mittwoch, 14. März 2012

Bodenverhältnisse: Gute Erde für meine Pflanzen und Rosen


Boden und Erde haben großen Einfluss auf Pflanzen

Erde ist für Pflanzen eine Lebensgrundlage. Hieraus beziehen sie die Nährstoffe, die sie für ihr Wachstum brauchen. Deshalb ist es wichtig, die Erde und ie dBodenverhältnisse in seinem Garten – oder wo auch immer angepflanzt werden soll – zu kennen.

Mein Vorteil: Ich kann bei meinen Pflanzringen und den Pflanztöpfen meiner Rosen selbst bestimmen, was ich für Erde nehme. Im Garten muss man mehr oder weniger mit dem auskommen, was gegeben ist. Oder man bessert die Erde auf oder tauscht sie aus.

Was so im Boden steckt
Wichtiger Bestandteil guter Erde ist beispielsweise Phosphor. Gibt es genug davon, bildet die Pflanze prächtige Blüten und Früchte. Für das Wachstum der Pflanze ist Stickstoff verantwortlich. Kalium wiederum sorgt dafür, dass die Pflanzen mehr Widerstandskraft gegen Krankheiten und Kälte entwickeln.
Auch wichtig, jedoch nur in kleineren Mengen, sind Bor, Zink, Eisen, Kupfer und Mangan.


Unterschiedliche Böden
Um herauszufinden, welcher Boden nun vorliegt, muss man einfach mal selbst hineingreifen. Da wir alle gerne gärtnern, dürften die schmutzigen Hände kein Problem darstellen. Man kann folgende Böden unterscheiden:

Sandboden
Sandboden rieselt mehr oder weniger durch die Finger. Diese Erde ist sehr arm an Nährstoffen und Wasser fließt sofort ab.

Tonboden
Mit dieser Art von Boden kann man mit den Händen sehr leicht eine „Wurst“ formen. Er klebt quasi in den Handflächen und einzelne Bestandteile dieses Bodens sind nicht zu erkennen. Das heißt, dass die einzelnen Bestandteile sehr dicht miteinander zusammenhängen. Die Folge: Sie halten Wasser und Nährstoffe zurück. Pflanzen haben also kaum eine Chance, sich aus diesem Boden mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen.
Einige schaffen es nicht mal, darin zu wurzeln. Eine weitere negative Eigenschaft dieses Bodens: Er quellt (bei Nässe) und verdichtet sich (bei Trockenheit) sehr extrem. Das kann durchaus zu Wurzelschäden führen und ist eine offene Tür für Krankheitserreger.

Schluffboden
Hierbei handelt es sich um ein Zwischending von Sand- und Tonboden. Pflanzen haben auf diesem mehligen Untergrund eine Chance, sich zu entfalten. Dies liegt daran, dass er im Gegensatz zum Tonboden Nährstoffe und Wasser abgibt.

Humoser Boden
Das Ideal in den meisten Fällen ist humoser Boden. Hier bleibt die Hand bei der Probe schön dreckig. Einzelne Bestandteile sind gut zu erkennen. Die Erde ist meist sehr dunkel. Die „Bodenprobe“ lässt sich leicht zu einem Klumpen formen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass man gerade sehr viel organisches Material in den Händen hält.


Der pH-Wert
Wer nun ganz genau sein will, kann sogar selbst den pH-Wert seines Bodens bestimmen. Dafür genügt Lackmuspapier.

Doch was verrät dieser Wert?
Ph-Wert-Test  (Bild von  haustechnik-express.de)
Kurz gesagt: Er gibt an, wie viele Nährstoffe im Boden stecken.

Man mischt einfach eine Brühe aus Wasser und dem vorhandenen Boden an und hält das Lackmuspapier rein. Anhand der Verfärbung erkennen wir, wie hoch der Säuregrad der vorhandenen Erde ist.

Von einem neutralen Boden sprechen wir bei einem pH-Wert von 7. Alkalisch ist es beim Höchstwert von 14. Bei einem Wert von 0 ist er sauer. Die meisten Pflanzen bevorzugen Böden mit einem ph-Wert zwischen 6 und 7. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Wer zum Beispiel Rhododendron hat, braucht einen ph-Wert von ca. 4,5. Gemüse oder auch Clematis lieben es dagegen eher kalkhaltiger, was einem ph-Wert von über 7 entsprechen würde.


Meine Erde für die Pflanztöpfe und Pflanzringe
Meine Pflanzen habe ich mittlerweile ausgesucht und bestellt (Rosen, Rosenbegleiter, Pflanzring-Pflanzen). Nun treffe ich erste Vorbereitungen, damit ich sofort loslegen kann, wenn die Lieferungen kommen. Mit anderen Worten: Ich habe mich mit einigen hundert Litern Erde versorgt.

Für meine Pflanzringe: Floragard TKS 2
Für die Pflanzringe habe ich Floragard TKS 2 Instant Plus geholt. Vorerst zwei Säcke mit jeweils 225 Litern Inhalt. Bei dem TKS 2 handelt es sich um ein Kultursubstrat, was speziell für die Bepflanzung von Schalen und Kübeln geeignet ist. Auch professionelle Gärtnerbetriebe verwenden diese Erde.

Es nimmt Wasser optimal auf und sorgt für sichere Nährstoffversorgung in den ersten sechs Wochen, da es Premium-Dünger enthält.

Preislich fand ich die Floragard TKS 2 Instant Plus gar nicht mal so teuer mit 18,99 Euro für den 225-Liter-Sack.

Natürlich hätte ich auch billigere Erde nehmen können, aber ich will nicht am falschen Ende sparen.

Für die Rosen habe ich Rosenerde von Compo Sana geholt. Auch hier sollte man nicht sparen, denn Testmagazine, aber auch Rosenzüchter, haben bestätigt, dass teurere Rosenerde auch die bessere Erde ist. Wobei ich auch hier sage muss, dass ich sie relativ günstig bekommen habe: Ich habe 120 Liter gekauft und 32,97 Euro bezahlt.

Übrigens gesellen sich noch 20 Liter Blähton zu meinen insgesamt 670 Litern an Erde. Den brauche ich für meine Rosen.

Compo Sana und Blähton für die Pflanztöpfe mit Rosen
Hinweis: Beim Kauf meiner Erden und meines Blähtons ist mir aufgefallen, dass die Preise im Baumarkt sehr hoch sind. Hier zwei Beispiele:

Den 40-Liter-Sack Compo Sana Rosenerde habe ich für 10,99 Euro bekommen. Im Baumarkt gab es nur 20-Liter-Beutel für 7,99 Euro.

Auch der Blähton kostete im Baumarkt wesentlich mehr: 25 Liter lagen bei 12,99 Euro. Ich habe 20 Liter für 6,98 Euro bekommen.

Kommentare:

  1. Oh, da hast du dir sehr viel Mühe mit dem Recherchieren und Auflisten gemacht - dafür mal ein dickes DANKE !!! Auch für deine sonstigen Posts, welche immer mit sehr viel Liebe, Fachwissen und Austausch gespickt sind - Danke !
    Mit der Rosenerde von Compo Sana haben mein Vater und ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Er hält alle Rosen in großen Töpfen und das seit mehr als 10 Jahren !!!! Das gelingt ihm mitunter durch diese Rosenerde. Allerdings hat er auch schon "Billigerde" bei T.P. gekauft und die hat genauso gut funktioniert... Was die Floragard angeht - eine gute Wahl. Teuer aber sehr gut und bewährt. Hach, ich bin schon so gespannt auf deine Pflanzungen... Unsere Erde hier ist eine echte Herausforderung für manche Pflanzen. Durch den Wald und die Nadelbäume sehr sehr sauer. Aber ich habe meine Pflanzungen einfach angepaßt und weißt du was ? Meine beiden alten Rosensorten (Rose de resht und Reine de Violettes) lieben diesen sauren Boden *lach*. Es sind ja auch eigentlich "Geschöpfe" des Waldes, denn Wildrosen wachsen hauptsächlich am Waldrand...
    Auf der anderen Seite des Grundstücks haben wir das krasse GEgenteil - Lehm-Stein-Boden *ächz*. Sehr schwer und sehr nass. Auch eine Herausforderung, aber wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, recherchiert und auch Kompromisse eingeht, dann wächst in jedem Boden etwas. Mir ist es hier zu anstrengend, den Boden von Grund auf zu verändern. Da muss man ständig dran bleiben und das ist über die Jahre hinweg sehr mühsam...
    So, jetzt aber genug geschrieben, das wird ja jetzt schon ein Roman *lach*...
    Einen schönen Mittwoch wünsch ich dir und viel Freude im Garten !!! GLG, Christine

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    1. Hallo Christine,

      dein Lob ist so lieb und ich freue mich gerade riesig. Ich muss mich aber auch an dieser Stelle bei dir und bei allen anderen für die Kommentare bedanken. Denn diese sind ja eine Erweiterung meiner Postings. Da steht dann auch Wissenswertes drin und Leser erfahren dadurch noch mehr zum Thema.

      Freut mich zu hören, dass du und dein Vater auch sehr gute Erfahrungen mit der Compo Sana und auch mit den Rosen in den großen Töpfen gemacht habt. Denn das zeigt mir doch, dass ich auf einem guten Weg mit meiner Auswahl bin. :)

      Die Floragard wird dann bald bei mir zeigen können, was sie kann. Aber auch hier schön, dass du diese empfehlen würdest. Ich fand sie aber in Relation zu anderen Erde nicht viel teurer. Ok, bei so einem 225 Liter Sack gibt es sicher auch einen Mengenrabatt, der sich auf den Preis ausgewirkt hat.

      Du solltest mal aus Spaß einen ph-Wert-Test machen an der Stelle, wo es so sauer ist. Wäre doch mal interessant, wie der ausfällt. Wahrscheinlich dürfe da gar nichts wachsen. Also hast du ziemlich anpassungsfähige Pflanzen - oder hast sie dazu gemacht. ;)

      Wenn ich mir das so bei dir nun anschaue, bin ich ja ganz froh, dass ich quasi selbst für die Bodenverhältnisse sorgen konnte. Ok, vorher musste dieser Erdschutt aus den Pflanzringen, aber das hat sich ja auch gelohnt. Da hätte ich wohl Löwenzahn anbauen können. Das war es aber auch schon ;)

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  2. Danke für diese ausführliche Recherche über die verschiedenen Arten von Erde. Bis jetzt habe ich erst sehr selten teure Erde gekauft, sondern meistens die von Hofer genommen. Gewachsen ist noch immer alles. Teure Erde habe ich eigentlich nur für meine Zitruspflanzen verwendet und dort hat sie sich wirklich bewährt.

    lg kathrin

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    1. Hallo Kathrin,

      es gibt auch noch Erde, die wesentlich teurer ist. Ich habe mir aber auch gesagt, dass ich irgendwie die nicht idealen Standortbedingungen (schattig und feucht) wenigstens ein wenig ausgleichen muss.

      Ich glaube zwar auch, dass alles soweit auch in günstiger Erde (muss ja nicht schlechter sein) gewachsen wäre, aber auf Dauer in den Pflanzringen sicher eher Nachteile mit sich gebracht hätte.

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  3. Hi!

    Darf ich fragen wo du die Erde gekauft hast, ist ja schon ein Unterschied zu den Baumarktpreisen...
    Ich hoffe deine Blümchen wissen deine sorgfältige Wahl zu schätzen und freu mich auf Fotos von der Pflanzerei :)

    LG

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    1. Hallo Balkontagebuch,

      natürlich darfst du das wissen: Ich bin zu einem Raiffeisenmarkt gefahren. Die haben auch eine große Auswahl an Erden und Zubehör für Gartenarbeit. Ebenso Blumen, aber da ist das Angebot eher gering.

      Dort gab es auch richtig billige Erde, aber ich habe mich dann für die TKS 2 Instant Plus entschieden.

      Ebenso gab es da noch wesentlich teurere Erde.

      Wenn du einen dieser Läden in der Nähe hast, kannst du ja mal hinfahren.

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    2. Danke :) Da muss ich gleich mal recherchieren, dann kann ich da nächsten Monat vorbei schauen wenn ich noch mal Erde brauche... siehst du, ich halte noch eisern an meinem Vorsatz fest ;)

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    3. Gerne doch. Die Märkte sind aber nicht in ganz Deutschland vertreten. Musst du mal schauen, ob du im richtigen Gebiet wohnst.

      Bzgl. deiner Vorsätze: Ich kann ja nun mal fies sein und sagen, dass der Raiffeisenmarkt gerade GANZ GANZ schöne Stauden im Angebot hat: 1,29 Euro kostet die Staude im 9 cm Topf. ;)

      Wahrscheinlich muss man uns alle bald mit so Fußfesseln ausrüsten. Also diese elektronischen Dinger, die Alarm auslösen, wenn man ein bestimmtes Gebiet verlässt oder betritt. *g

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  4. Stimmt, an Erde sollte man nicht sparen. Vor allem nicht, wenn sie in Kübel kommt. Da lohnt sich der höhere Preis auf alle Fälle.
    Liebe Grüße,
    Markus

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    1. Hallo Markus,

      genau das waren auch meine Gedanken. Vielleicht ist es ein wenig doof, weil, wenn ich hier ausziehe, dann ist die gute Erde in den Pflanzringen, aber ohne Witz: Die würde ich da wieder rausschaufeln und mitnehmen.

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  5. Ich nehme nur torffreie Erde, aber das kostet leider viel mehr als die mit Torf. Hoffentlich tut sich da bald mal was, wenn torffrei mehr nachgefragt wird.
    Bei größeren Mengen kann man auch Erde aus städtischen Kompostieranlagen günstig bekommen.
    VG
    Elke

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    1. Hallo Elke,

      ich habe auch erst die Bodenprobe mit der Hand gemacht, weil ich doch etwas skeptisch war, da die Erde torfig ist. Aber die Mischung ist wirklich sehr gut. Kannst du ja mal selbst testen.

      Da sie auch für junge Pflanzen geeignet ist, wird sie auch entsprechend in Gärtnereien eingesetzt.

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